Altersflecken im Gesicht: Ursachen, Behandlung, Vorbeugung

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Altersflecken im Gesicht sind hellbraune, scharf begrenzte Pigmentflecken. Sie entstehen durch jahrelange UV-Strahlung und gelten als gutartig. Weil ein bösartiger Hautkrebs ähnlich aussehen kann, sollte eine Hautarztpraxis neue oder veränderte Flecken ansehen.

Kurzantwort: Altersflecken (Lentigo solaris) sind harmlose Folgen der Sonnenbelastung. Entfernen lassen sie sich per Laser oder mit speziellen Wirkstoffcremes. Ein konsequenter Sonnenschutz verhindert neue Flecken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ursache ist chronische UV-Strahlung, nicht das Alter allein.
  • Die Flecken sind gutartig, können aber einem Melanom ähneln.
  • Laser und bestimmte Cremes hellen die Flecken auf.
  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor beugt vor.

Was sind Altersflecken im Gesicht?

Fachleute nennen sie Lentigo solaris oder Lentigo senilis. Es sind hellbraune bis braune Flecken mit scharfem Rand. Sie liegen bevorzugt an Stellen, die oft in der Sonne sind. Dazu gehören Gesicht, Handrücken und Unterarme.

Die Farbflecken haben keinen Krankheitswert. Viele Menschen empfinden sie dennoch als störend. Die Haut bildet sie meist ab dem mittleren Lebensalter, bei stark sonnengebräunter Haut auch früher.

Wie entstehen Altersflecken?

Auslöser ist chronische Belastung mit ultravioletter Strahlung. In der Haut vermehren sich melaninbildende Zellen. Zusätzlich sammelt sich das Pigment Lipofuszin an, weil die Zellen es nicht vollständig abbauen. Der Fleck wächst mit Dauer und Intensität der Sonneneinwirkung.

Helle Hauttypen sind am häufigsten betroffen. Bei Sommersprossen vermehren sich die pigmentbildenden Zellen nicht. Darin liegt der Unterschied zu Altersflecken.

Altersfleck oder Hautkrebs? So lassen sich Flecken einordnen

Ein Altersfleck ist gleichmäßig hellbraun, flach und scharf begrenzt. Ein schwarzer Hautkrebs zeigt andere Merkmale. Die ABCDE-Regel hilft bei der Einschätzung.

Buchstabe Warnzeichen
A Asymmetrie: ungleichmäßige Form
B Begrenzung: unregelmäßiger, fransiger Rand
C Colour: mehrere oder ungewöhnliche Farben
D Durchmesser: über 5 Millimeter
E Entwicklung: Veränderung, Blutung, Wachstum

Eine Sonderform ist das Lentigo-maligna-Melanom. Es entwickelt sich aus einer Vorstufe und sieht einem Altersfleck ähnlich. Deshalb empfehlen Hautärzte eine Begutachtung. Bestehen neue Hautveränderungen nach vier bis acht Wochen weiter, gehört ein Termin in die Praxis.

Früherkennung und Hautkrebs-Screening

Gesetzlich Versicherte können ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein ärztliches Hautkrebs-Screening nutzen. Die Untersuchung schließt den ganzen Körper ein, auch das Gesicht. Wer viele Muttermale hat, fragt die Praxis nach dem passenden Abstand.

Zusätzlich lohnt sich die Selbstkontrolle vor dem Spiegel. Fotos auffälliger Stellen machen Veränderungen sichtbar. Über weitere Möglichkeiten der Früherkennung informiert der Beitrag zum Total-Body-Scan.

Kurzantwort: Altersflecken sind gutartige Folgen lebenslanger Sonnenbelastung. Täglicher Lichtschutz im Gesicht beugt neuen Flecken vor. Bemerkt jemand Veränderungen an einem Fleck, lässt er ihn zeitnah untersuchen.

Behandlung: Was hilft gegen Altersflecken?

Altersflecken verschwinden nicht von selbst. Dermatologen nennen mehrere Verfahren. Medizinische Lasertherapie zählt zu den wirksamsten. Daneben gibt es Präparate mit Fruchtsäure, Vitamin-A-Säure oder Rucinol. Sie hellen die Flecken über Wochen auf.

Welche Methode passt, hängt von Hauttyp, Lage und Zahl der Flecken ab. Die Praxis klärt vorher ab, ob es sich wirklich um einen Altersfleck handelt. Hausmittel und frei verkäufliche Bleichmittel ersetzen die Abklärung nicht. Reizende Mittel können die Haut zusätzlich belasten.

Wie läuft die Untersuchung beim Hautarzt ab?

Die Praxis fragt zuerst nach Dauer und Veränderung des Flecks. Dann betrachtet sie die Haut mit einem Dermatoskop. Das ist ein Auflichtmikroskop mit Lupe und Licht. Es zeigt Strukturen, die das bloße Auge übersieht.

Bleibt ein Verdacht auf Hautkrebs, entfernt die Ärztin eine Probe oder den ganzen Fleck. Ein Labor untersucht das Gewebe. Erst danach steht die Diagnose fest. Bei eindeutig harmlosen Flecken sind keine weiteren Schritte nötig.

Die Entfernung aus kosmetischen Gründen zahlen gesetzlich Versicherte häufig selbst. Die Kosten nennt die Praxis vorab.

Vorbeugen mit Sonnenschutz

Nach einer Behandlung kehren die Flecken ohne Schutz zurück. Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehört deshalb täglich ins Gesicht. Breitkrempige Hüte und Schatten zur Mittagszeit ergänzen den Schutz.

  • Sonnenschutz ausreichend dick auftragen.
  • Nach Schwimmen oder Schwitzen erneut eincremen.
  • Solarien meiden.
  • Auch im Winter und bei Wolken auf exponierte Stellen achten.

Andere Hautveränderungen im Gesicht

Nicht jeder dunkle Fleck ist ein Altersfleck. Ähnlich können gutartige Wucherungen wirken, zum Beispiel ein Papillom. Verschlossene Talgdrüsen wie ein Atherom sitzen unter der Haut und sehen anders aus. Die Hautarztpraxis unterscheidet die Formen per Blick und gegebenenfalls mit dem Dermatoskop.

Fazit

Altersflecken im Gesicht zeigen, wie viel UV-Strahlung die Haut über die Jahre aufgenommen hat. Sie sind gutartig und lassen sich per Laser oder mit Wirkstoffcremes aufhellen. Ähnlich aussehende Hautkrebsformen machen eine ärztliche Begutachtung wichtig. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verhindert neue Flecken. Wer Veränderungen an einem Fleck bemerkt, plant zeitnah einen Hautarzttermin.

FAQ – Häufige Fragen

Sind Altersflecken gefährlich?

Nein. Sie sind gutartig. Weil Hautkrebs ähnlich aussehen kann, sollte aber eine Hautarztpraxis die Flecken einmal beurteilen.

Woher kommen Altersflecken im Gesicht?

Sie entstehen durch jahrelange UV-Strahlung. Pigmentzellen vermehren sich und Lipofuszin lagert sich in der Haut ab.

Verschwinden Altersflecken von selbst?

Nein. Ohne Behandlung bleiben sie bestehen. Neue Flecken kommen bei fehlendem Sonnenschutz hinzu.

Wie entfernt man Altersflecken?

Wirksam sind medizinische Lasertherapie und Präparate mit Fruchtsäure, Vitamin-A-Säure oder Rucinol. Die Wahl trifft die Hautarztpraxis.

Kommen Altersflecken nach der Behandlung wieder?

Ja, bei fehlendem UV-Schutz. Ein täglicher Lichtschutz im Gesicht senkt das Risiko neuer Flecken.

Wie erkennt man den Unterschied zu Hautkrebs?

Die ABCDE-Regel hilft: Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, mehrere Farben, Durchmesser über 5 Millimeter und Veränderung. Im Zweifel zählt die ärztliche Beurteilung.

Ab wann gibt es ein Hautkrebs-Screening?

Gesetzlich Versicherte können ab 35 Jahren alle zwei Jahre daran teilnehmen.

Welcher Arzt behandelt Altersflecken?

Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten beurteilen und behandeln die Flecken.

Was unterscheidet Altersflecken von Sommersprossen?

Bei Altersflecken vermehren sich die melaninbildenden Zellen. Bei Sommersprossen bleibt ihre Zahl gleich.

Hilft Sonnencreme gegen bestehende Flecken?

Sie hellt vorhandene Flecken nicht auf. Sie schützt aber davor, dass die Flecken dunkler werden und neue entstehen.

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Hinweis: Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Neue, wachsende oder sich verändernde Flecken gehören in die Hautarztpraxis.

Quellen

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