Was kostet eine MRT-Untersuchung als Selbstzahler?

Aktualisiert am 01.10.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Eine MRT-Untersuchung kostet als Selbstzahler je nach Körperregion meist einige hundert Euro. Preisübersichten privater Diagnostikzentren nennen häufig 250 bis 700 Euro. Ganzkörperuntersuchungen liegen deutlich darüber. Wer eine Überweisung mit medizinischer Begründung hat, zahlt in der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nichts.

Kurzantwort: Privat abgerechnet kostet ein MRT meist 250 bis 700 Euro, mit Kontrastmittel oder Ganzkörperprogramm mehr. Ist die Untersuchung medizinisch nötig, übernimmt die gesetzliche Kasse die Kosten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbstzahler rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.
  • Der Preis hängt von Körperregion, Gerät und Kontrastmittel ab.
  • Bei ärztlicher Begründung zahlt die gesetzliche Kasse.
  • Ein MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlen.

Was kostet eine MRT-Untersuchung als Selbstzahler?

Feste Bundespreise gibt es nicht. Praxen und Zentren rechnen nach der GOÄ ab. Dort ist jeder Leistung eine Punktzahl zugeordnet. Die Punktzahl wird mit dem Punktwert von 5,82873 Cent und einem Steigerungsfaktor multipliziert. Der Punktwert steht in § 5 der Gebührenordnung. Für technische Leistungen wie Bildgebung gelten niedrigere Faktoren als für ärztliche Gespräche.

Ein Rechenbeispiel ohne echte Gebührenziffer zeigt das Prinzip: 2.000 Punkte ergeben beim Punktwert 5,82873 Cent rund 116,57 Euro im Einfachsatz. Beim 1,8-fachen Satz sind es rund 209,83 Euro. Aufschläge kommen für weitere Körperregionen, Kontrastmittel und den schriftlichen Befund hinzu.

Preisspannen nach Körperregion

Untersuchung Typische Preisspanne privat
Kopf, Knie, Schulter oder Wirbelsäule meist 250 bis 700 Euro
Mit Kontrastmittel Aufschlag je nach Mittel und Menge
Ganzkörper-MRT häufig 800 bis 2.500 Euro

Die Zahlen stammen aus Preisübersichten privater Anbieter und dienen nur zur Orientierung. Vor dem Termin lohnt ein schriftlicher Kostenvoranschlag. Er nennt alle Positionen und den Faktor.

Wann die gesetzliche Krankenkasse zahlt

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt ein MRT, wenn es medizinisch notwendig ist. Dafür braucht es eine ärztliche Überweisung und eine passende Begründung. Die Untersuchung läuft bei einem zugelassenen Anbieter. Typische Anlässe sind anhaltende Gelenkschmerzen, Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall oder unklare Befunde nach einem Röntgenbild.

Ohne Überweisung und ohne medizinische Begründung zahlen Patientinnen und Patienten selbst. Das gilt auch für den Wunsch nach einer Kontrolle ohne Beschwerden. Eine nachträgliche Erstattung ist dann in der Regel ausgeschlossen. Die Kasse kann vorab gefragt werden, wenn der Fall unklar ist.

Kurzantwort: Privatversicherte reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein. Der Tarif entscheidet über die Erstattung. Ein Kostenvoranschlag vorab schafft Klarheit.

Kosten beim Privatversicherten und bei Zusatzleistungen

Privatversicherte erhalten dieselbe GOÄ-Rechnung. Die Erstattung richtet sich nach dem Vertrag. Viele Tarife verlangen eine medizinische Notwendigkeit. Zusatzkosten entstehen vor allem durch Kontrastmittel. Wie es wirkt und wann es nötig ist, steht im Beitrag über das MRT-Kontrastmittel.

Weitere Posten auf der Rechnung sind der schriftliche Befund, die Bilder auf CD oder als Download und eine zweite ärztliche Beurteilung. Fragen lohnt sich, welche Positionen im Grundpreis stecken.

Ablauf und Dauer der Untersuchung

Laut gesundheitsinformation.de arbeitet die MRT mit Magnetfeldern und Radiowellen. Sie erzeugt Schichtbilder und kommt ohne Strahlenbelastung aus. Röntgenstrahlen wie beim CT entfallen also. Eine Untersuchung dauert meist etwa 15 bis 30 Minuten. Die Liege fährt ganz oder teilweise in eine Röhre. Dabei sind laute Klopfgeräusche zu hören.

Metallteile im Körper müssen vorab gemeldet werden. Dazu zählen Herzschrittmacher, Implantate und Metallsplitter. Sie entscheiden, ob eine MRT möglich ist. Schmuck, Uhren und Kreditkarten bleiben vor der Röhre im Spind. Bei Platzangst sprechen Betroffene vorab mit dem Praxisteam, damit Hilfen wie eine kurze Pause möglich sind.

Was bei speziellen Körperregionen zu beachten ist

Gelenkaufnahmen wie am Knie oder an der Schulter sind meist günstiger als Kopf- oder Wirbelsäulen-Aufnahmen. Mehr Details zu Gelenkaufnahmen stehen im Beitrag über das MRT der Schulter. Wer zwischen verschiedenen Verfahren wählt, findet im Artikel zur Knochenszintigraphie einen Vergleich mit einer nuklearmedizinischen Methode.

MRT, CT und Röntgen im Vergleich

Röntgen und CT arbeiten mit Röntgenstrahlen. Die MRT nutzt dagegen Magnetfelder. Weichteile wie Bänder, Knorpel, Bandscheiben und das Gehirn stellt sie meist detailreicher dar. Knochenbrüche erkennt oft schon ein einfaches Röntgenbild. Welches Verfahren passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand der Beschwerden. Ein Beispiel für eine Schnittbild-Untersuchung mit Röntgenstrahlen ist das CT des Bauchraums.

Die Wartezeiten auf einen Kassentermin unterscheiden sich je nach Region und Körperregion. Wer schneller einen Termin braucht, kann bei Bedarf in einem privaten Zentrum selbst zahlen. Vorher sollte geklärt sein, ob die Untersuchung überhaupt zur Fragestellung passt.

So lassen sich Kosten sparen

  • Ärztliche Überweisung einholen, wenn Beschwerden vorliegen.
  • Kostenvoranschläge mehrerer Anbieter vergleichen.
  • Nachfragen, ob ein Befund und Bilddaten im Preis enthalten sind.
  • Bei Privatversicherung die Erstattung vorab klären.
  • Vorherige Bilder mitbringen, damit keine Doppeluntersuchung entsteht.

Fazit

Ein MRT kostet als Selbstzahler meist einige hundert Euro. Die GOÄ legt die Abrechnung fest, die Körperregion und Zusatzleistungen bestimmen den Endpreis. Mit ärztlicher Überweisung und medizinischer Begründung übernimmt die gesetzliche Kasse die Kosten. Ein schriftlicher Kostenvoranschlag beseitigt Überraschungen.

FAQ – Häufige Fragen

Was kostet ein MRT ohne Überweisung?

Meist 250 bis 700 Euro, je nach Region und Anbieter.

Übernimmt die Krankenkasse jedes MRT?

Nein. Die Untersuchung muss medizinisch notwendig sein und ärztlich veranlasst werden.

Wie wird eine MRT privat abgerechnet?

Nach der GOÄ. Punktzahl, Punktwert von 5,82873 Cent und Steigerungsfaktor ergeben den Preis.

Was kostet ein Ganzkörper-MRT?

Anbieter nennen häufig 800 bis 2.500 Euro.

Ist ein Kontrastmittel im Preis enthalten?

Oft nicht. Das Mittel wird meist zusätzlich berechnet.

Wie lange dauert eine MRT?

Meist etwa 15 bis 30 Minuten.

Gibt es bei der MRT Strahlung?

Nein. Die MRT arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen.

Kann man eine MRT selbst buchen?

Ja. Viele private Zentren bieten Termine ohne Überweisung an. Die Kosten trägt dann die Patientin oder der Patient.

Zahlt die private Krankenversicherung?

Das hängt vom Tarif ab. Viele erstatten bei medizinischer Notwendigkeit.

Lohnt sich ein Kostenvoranschlag?

Ja. Er zeigt Ziffern, Faktor und Zusatzkosten vorab.

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Hinweis: Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Wahl des Verfahrens und die Kostenübernahme klären Arztpraxis und Krankenversicherung im Einzelfall.

Quellen

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