Nimenrix Impfung: Wirkung, Anwendung und Empfehlung

Aktualisiert am 01.10.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Nimenrix ist ein Impfstoff gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y. Es handelt sich um einen quadrivalenten Konjugatimpfstoff. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren eine Dosis eines solchen Impfstoffs. Nachholen lässt sich die Impfung bis zum 25. Geburtstag.

Kurzantwort: Nimenrix schützt vor Meningokokken A, C, W und Y. Die STIKO empfiehlt eine Dosis im Alter von 12 bis 14 Jahren, eine Nachholimpfung ist bis zum 25. Geburtstag möglich. Gegen die Serogruppe B schützt der Impfstoff nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nimenrix ist einer von drei Impfstoffen, die die STIKO nennt, neben MenQuadfi und Menveo.
  • Empfohlen wird eine einzelne Dosis im Alter von 12 bis 14 Jahren.
  • Die Empfehlung gilt seit dem 30. Oktober 2025.
  • Nebenwirkungen bleiben meist auf Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Unwohlsein begrenzt.

Nimenrix Impfstoff: Was er enthält und wogegen er schützt

Nimenrix ist ein Konjugatimpfstoff. Er enthält Bestandteile der Zuckerhülle von vier Meningokokken-Gruppen, die an ein Trägereiweiß gekoppelt sind. So lernt das Immunsystem, die Bakterien zu erkennen. Die Gruppen heißen A, C, W und Y. Gegen die Serogruppe B schützt der Impfstoff nicht. Dafür gibt es andere Impfstoffe.

Die STIKO nennt drei zugelassene Impfstoffe für diese Altersgruppe: Nimenrix, MenQuadfi und Menveo. Die Anwendung richtet sich nach der Fachinformation des jeweiligen Produkts.

Meningokokken: Warum die Impfung empfohlen wird

Meningokokken sind Bakterien, die im Nasen-Rachen-Raum leben. Sie verbreiten sich als Tröpfcheninfektion über Speichel oder Nasensekret. Sie können eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen.

Erkrankungen durch die Typen A, C, W und Y sind selten, verlaufen aber häufig schwer. Komplikationen treten bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten auf. Je nach Form liegt die Sterblichkeit bei etwa 1 bis 13 Prozent.

STIKO-Empfehlung im Überblick

Gruppe Empfehlung Dosen
Kinder und Jugendliche, 12 bis 14 Jahre Standardimpfung gegen Meningokokken A, C, W, Y 1 Dosis
Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre Nachholimpfung 1 Dosis

Die neue Empfehlung ist seit dem 30. Oktober 2025 gültig. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat sie im Dezember 2025 in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen. Damit zählt die Standardimpfung zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Kurzantwort: Eine einzelne Dosis eines quadrivalenten Konjugatimpfstoffs genügt. Die Standardimpfung fällt in das Alter von 12 bis 14 Jahren, nachholen geht bis zum 25. Geburtstag.

Warum gerade Jugendliche geimpft werden

Die Erkrankungszahlen steigen ab dem Alter von 15 Jahren. Früher Schutz baut sich deshalb vor diesem Anstieg auf. Jugendliche tragen die Bakterien zudem besonders häufig im Rachen. Bis zu 20 Prozent sind besiedelt.

Die Impfung schützt die geimpfte Person. Zusätzlich verringert sie die Besiedlung und kann ungeimpfte Säuglinge und ältere Menschen mitschützen. Das ist ein Grund, warum die STIKO den Zeitpunkt vor den gefährdeten Jahren wählt. Mathematische Modelle zeigen außerdem, dass die Impfung in dieser Altersgruppe die Krankheitslast am wirksamsten senkt. Die Modellrechnung stützt die Wahl des Alters.

Vor der Impfung: Impfstatus und Gesundheit

Wer unsicher ist, ob die Impfung schon erfolgte, schaut in den Impfausweis oder fragt in der Praxis nach. Vor dem Termin nennt die Praxis die wichtigsten Fragen: Gab es früher allergische Reaktionen auf Impfstoffe? Besteht aktuell eine akute Erkrankung mit Fieber? Je nach Antwort verschiebt die Praxis den Termin oder wählt ein anderes Vorgehen.

Ablauf der Nimenrix Impfung

Die Impfung erfolgt in der Hausarzt- oder Kinder- und Jugendarztpraxis. Eine Dosis wird in den Oberarm gespritzt. Die Praxis trägt die Impfung in den Impfausweis ein. Sie darf gleichzeitig mit anderen empfohlenen Impfungen erfolgen.

Viele Familien nutzen den Termin, um weitere Impfungen nachzuholen. Informationen zu anderen Impfstoffen bieten die Beiträge zur Hepatitis-B-Impfung und zur Rotaviren-Impfung.

Nebenwirkungen der Impfung

Vorübergehend treten Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und ein allgemeines Unwohlsein auf. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Allergische Reaktionen sind möglich. Bei erhöhter Temperatur hilft die richtige Messung, wie sie der Beitrag zum Fiebermessen in der Achsel beschreibt.

Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Kreislaufproblemen kurz nach der Impfung gilt der Notruf 112.

Kosten und Kostenübernahme

Die Standardimpfung im empfohlenen Alter zählt zu den Kassenleistungen. Wer außerhalb der Empfehlung impfen lassen möchte, klärt die Kosten vorab mit Praxis und Krankenkasse. Zum Vergleich: Wie Kosten bei anderen Impfungen aussehen, zeigt der Beitrag zur RSV-Impfung.

Wann schnell ärztliche Hilfe nötig ist

Bei plötzlichem hohem Fieber mit starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit oder Bewusstseinstrübung besteht der Verdacht auf eine Hirnhautentzündung. Kleine rote bis violette Hautflecken können auf eine Blutvergiftung hindeuten. In beiden Fällen gilt: sofort den Notruf 112 wählen.

Fazit

Nimenrix ist ein quadrivalenter Konjugatimpfstoff gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W und Y. Die STIKO empfiehlt eine Dosis mit 12 bis 14 Jahren. Nachholen geht bis zum 25. Geburtstag. Die Nebenwirkungen bleiben meist mild. Die Praxis berät zum Termin und zum passenden Impfstoff.

FAQ – Häufige Fragen

Wogegen schützt Nimenrix?

Gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y.

Schützt Nimenrix auch vor Meningokokken B?

Nein. Gegen die Serogruppe B gibt es andere Impfstoffe.

Für wen empfiehlt die STIKO die Impfung?

Für Kinder und Jugendliche von 12 bis 14 Jahren. Eine Nachholimpfung ist bis zum 25. Geburtstag möglich.

Wie viele Dosen sind nötig?

Die STIKO empfiehlt eine Dosis eines quadrivalenten Konjugatimpfstoffs.

Welche Impfstoffe nennt die STIKO?

Nimenrix, MenQuadfi und Menveo.

Welche Nebenwirkungen sind üblich?

Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und ein allgemeines Unwohlsein. Sie klingen vorübergehend ab.

Sind schwere Nebenwirkungen möglich?

Sie sind sehr selten. Allergische Reaktionen kommen vor und gehören sofort in ärztliche Hände.

Darf Nimenrix mit anderen Impfungen zusammen gegeben werden?

Ja. Die gleichzeitige Gabe mit anderen empfohlenen Impfungen ist erlaubt.

Zahlt die Krankenkasse die Nimenrix Impfung?

Die Standardimpfung im empfohlenen Alter gehört zu den Kassenleistungen. Bei Fragen hilft die Krankenkasse.

Seit wann gilt die Empfehlung?

Seit dem 30. Oktober 2025.

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Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Quellen

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