Bisohexal: Betablocker mit Bisoprolol bei Herz und Blutdruck

Aktualisiert am 01.10.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: Oktober 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Bisohexal ist ein Betablocker mit dem Wirkstoff Bisoprololfumarat. Er senkt Herzfrequenz und Blutdruck und entlastet das Herz. Zugelassen ist er bei Bluthochdruck, bei Angina pectoris und bei stabiler chronischer Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion. Gegen Angst oder Nervosität ist Bisohexal nicht zugelassen. Die Tabletten gibt es in Stärken von 1,25 mg bis 10 mg.

Kurzantwort: Bisohexal enthält Bisoprololfumarat, einen β1-selektiven Betablocker. Er wird bei Hypertonie, Angina pectoris und stabiler chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt. Die Behandlung wird nicht abrupt beendet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wirkstoff ist Bisoprololfumarat in Tabletten von 1,25 mg bis 10 mg.
  • Anwendungsgebiete sind Hypertonie, Angina pectoris und stabile chronische Herzinsuffizienz.
  • Häufig sind Schwindel, Kopfschmerz, Müdigkeit und kalte Hände oder Füße.
  • Abruptes Absetzen kann den Herzzustand akut verschlechtern. Das gilt besonders bei koronarer Herzkrankheit.

Bisohexal: Wirkstoff und Wirkprinzip

Bisoprolol blockiert bevorzugt die β1-Rezeptoren im Herzen. Adrenalin und Noradrenalin finden dort weniger Andockstellen. Das Herz schlägt langsamer und mit weniger Kraft. Der Blutdruck sinkt. Wikipedia nennt eine Halbwertszeit von 10 bis 11 Stunden. Die Fachinformation rät zur Einnahme am Morgen.

Wegen der Bevorzugung des Herzens spricht man von einem kardioselektiven Betablocker. Die Selektivität ist aber nicht absolut. Bei Asthma und anderen Atemwegserkrankungen ist trotzdem Vorsicht nötig.

Anwendungsgebiete von Bisohexal

Laut Fachinformation dient Bisohexal drei Zwecken. Erstens senkt es erhöhten Blutdruck. Dauerhafter Bluthochdruck belastet die Gefäße und kann Herz und Nieren schädigen, wie gesundheitsinformation.de erklärt. Zweitens behandelt es die Angina pectoris, also Brustschmerzen durch Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße. Drittens kommt es bei stabiler chronischer Herzinsuffizienz mit eingeschränkter systolischer Pumpfunktion zum Einsatz. Dort wird es zusätzlich zu ACE-Hemmern und Entwässerungsmitteln gegeben, bei Bedarf auch mit Herzglykosiden.

Andere Mittel gegen Bluthochdruck stellen die Beiträge zu Ramipril und Nebivolol vor. Warum auch der untere Wert zählt, erklärt der Text zum hohen diastolischen Wert.

Einnahme und Behandlungsdauer

Die Tabletten werden morgens vor, während oder nach dem Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Die Behandlung beginnt mit niedriger Dosis und steigert sich langsam. Bei Bluthochdruck und Angina pectoris richtet sich die Dosis nach Pulsfrequenz und Behandlungserfolg. Bei Herzinsuffizienz ist eine mehrwöchige Aufdosierung vorgesehen. Dafür gibt es die kleinen Stärken ab 1,25 mg. Die Vitalzeichen werden dabei engmaschig kontrolliert, denn eine vorübergehende Verschlechterung der Herzschwäche ist möglich.

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Bei Herzinsuffizienz ist es eine Langzeitbehandlung. Eine Beendigung sollte schrittweise erfolgen. Die Fachinformation warnt vor allem bei koronarer Herzkrankheit vor dem plötzlichen Absetzen. Es besteht das Risiko eines Herzinfarkts. Wie sich der Druck im Alltag messen lässt, zeigt der Beitrag zur Langzeit-Blutdruckmessung.

Nebenwirkungen von Bisohexal

Häufig nennt die Fachinformation Schwindel, Kopfschmerz, Müdigkeit, Kälte- oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen und Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Verstopfung. Schwindel, Kopfschmerz und Müdigkeit treten vor allem zu Beginn auf. Sie sind in der Regel mild und verschwinden meist nach ein bis zwei Wochen.

Bei Herzinsuffizienz ist ein langsamer Herzschlag sehr häufig. Häufig kann sich die Herzschwäche verschlechtern. Dort sind außerdem Blutdruckabfall und Schwächegefühl häufig. Gelegentlich treten Depression, Schlafstörungen, Überleitungsstörungen am Herzen, Bronchospasmus bei Asthma, Blutdruckabfall im Stehen und Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe auf.

Selten sind Albträume, Halluzinationen, Ohnmacht, verminderter Tränenfluss, Hörstörungen, Leberentzündung, Potenzstörungen und allergische Reaktionen. Sehr selten verschlimmern Betablocker eine Schuppenflechte oder lösen sie aus. Haarausfall und Bindehautentzündung sind sehr selten.

Kurzantwort: Bisohexal darf nicht angewendet werden bei akuter Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, AV-Block 2. oder 3. Grades ohne Schrittmacher, Sick-Sinus-Syndrom, symptomatischer Bradykardie oder schwerem Asthma.

Gegenanzeigen

Die Fachinformation führt diese Gegenanzeigen auf:

  • Überempfindlichkeit gegen Bisoprolol oder einen Hilfsstoff.
  • akute Herzinsuffizienz oder Dekompensation mit nötiger intravenöser Therapie.
  • kardiogener Schock.
  • AV-Block 2. oder 3. Grades ohne Herzschrittmacher.
  • Sick-Sinus-Syndrom und sinuatrialer Block.
  • symptomatische Bradykardie und symptomatische Hypotonie.
  • metabolische Azidose.
  • schwere Formen von Asthma oder COPD.
  • schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit oder schweres Raynaud-Syndrom.
  • unbehandeltes Phäochromozytom.

Bei Diabetes mit stark schwankenden Blutzuckerwerten ist besondere Vorsicht nötig. Betablocker können Warnzeichen einer Unterzuckerung wie Herzrasen oder Schwitzen verschleiern. Auch bei Prinzmetal-Angina, AV-Block 1. Grades, Psoriasis und strengem Fasten gilt besondere Vorsicht.

Wechselwirkungen und Alltag

Nicht empfohlen ist die Kombination mit Verapamil und in geringerem Maß mit Diltiazem. Auch Klasse-I-Antiarrhythmika und zentral wirkende Blutdrucksenker wie Clonidin sind nicht empfohlen. Mit besonderer Vorsicht gelten Kombinationen mit Amlodipin, Amiodaron, Digitalis, Insulin und Antidiabetika. Auch Augentropfen mit Betablockern können die Wirkung verstärken. Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen können die blutdrucksenkende Wirkung verringern. Zur niedrigen Stärke informiert der Beitrag zu Bisoprolol 2,5.

Vor Operationen sollte die Narkoseärztin oder der Narkosearzt von der Therapie wissen. Die Fachinformation empfiehlt, die Behandlung perioperativ nicht zu unterbrechen. Zu Beginn der Behandlung und bei Alkohol kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sein. Bisohexal kann bei Dopingkontrollen positiv ausfallen. In der Schwangerschaft wird es nicht empfohlen, außer die Anwendung ist eindeutig erforderlich. In der Stillzeit wird vom Stillen abgeraten.

Fazit

Bisohexal ist ein Betablocker mit Bisoprolol für Bluthochdruck, Angina pectoris und stabile Herzinsuffizienz. Er senkt Puls und Blutdruck und entlastet das Herz. Müdigkeit und Schwindel zu Beginn sind häufig und klingen meist ab. Wichtig ist, das Mittel nicht eigenmächtig abzusetzen. Mit Asthma, Diabetes und Herzrhythmusstörungen sind Besonderheiten verbunden. Dazu gehören Kontrolle und ärztliche Absprache.

FAQ – Häufige Fragen

Was ist Bisohexal?

Ein Betablocker mit dem Wirkstoff Bisoprololfumarat. Er wird als Filmtablette in Stärken von 1,25 mg bis 10 mg angeboten.

Wofür wird Bisohexal angewendet?

Bei Hypertonie, Angina pectoris und stabiler chronischer Herzinsuffizienz mit eingeschränkter systolischer Pumpfunktion.

Hilft Bisohexal bei Angst?

Angst oder Nervosität gehören nicht zu den Anwendungsgebieten der Fachinformation.

Wann wird Bisohexal eingenommen?

Morgens vor, während oder nach dem Frühstück, unzerkaut mit etwas Flüssigkeit.

Darf Bisohexal plötzlich abgesetzt werden?

Nein. Ein abruptes Absetzen kann den Zustand verschlechtern, besonders bei koronarer Herzkrankheit. Die Dosis wird schrittweise verringert.

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Schwindel, Kopfschmerz, Müdigkeit, Kältegefühl in den Extremitäten und Magen-Darm-Beschwerden. Zu Beginn sind sie meist mild.

Kann Bisohexal die Wirkung bei Diabetes verschleiern?

Ja. Warnzeichen einer Unterzuckerung wie Herzrasen oder Schwitzen können abgeschwächt sein.

Ist Bisohexal bei Asthma erlaubt?

Bei schweren Formen von Asthma oder COPD nicht. Bei leichteren Formen nur mit Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle.

Beeinflusst Bisohexal die Fahrtüchtigkeit?

Besonders zu Beginn, bei Medikamentenwechsel und zusammen mit Alkohol kann sie beeinträchtigt sein.

Darf Bisohexal in der Schwangerschaft eingenommen werden?

Es wird nicht empfohlen, außer die Anwendung ist eindeutig erforderlich. Dann überwacht die Praxis Durchblutung und Wachstum des Kindes.

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Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Über Einnahme und Anwendung entscheiden Ärztin, Arzt oder Apotheke anhand der Packungsbeilage.

Quellen

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