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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Cortison-Nasensprays gelten als gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Nasenbluten, Kopfschmerzen, Niesen, Schmerzen und kleine Geschwüre in der Nase. Sie betreffen bis zu 1 von 10 Anwendern und sind meist leicht. Mehr als 99 Prozent des Wirkstoffs bleiben in der Nasenschleimhaut. Ernste Nebenwirkungen im ganzen Körper sind deshalb selten.
Das Wichtigste in Kürze
- Häufig: Nasenbluten, Kopfschmerzen, Niesen, Reizungen.
- Selten: Augenprobleme, Schäden an der Nasenscheidewand.
- Richtige Sprühtechnik senkt das Risiko für Nasenbluten.
- Ohne ärztlichen Rat höchstens 3 Monate anwenden.
Wie Cortison-Nasensprays wirken
Cortison-Nasensprays enthalten Glukokortikoide. Sie dämpfen die Entzündung in der Nasenschleimhaut. Die Schwellung geht zurück, die Nase läuft weniger und das Niesen lässt nach. Eingesetzt werden sie vor allem bei Heuschnupfen, bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung und bei Nasenpolypen.
Die meisten rezeptfreien Präparate enthalten Mometason. Seltener sind Fluticason oder Beclometason. Einen Überblick über ein bekanntes Präparat gibt der Beitrag zum Nasonex Nasenspray.
Die häufigsten Nebenwirkungen im Überblick
Die Packungsbeilage eines rezeptfreien Mometason-Sprays nennt folgende Nebenwirkungen:
| Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|
| häufig (bis zu 1 von 10) | Kopfschmerzen, Niesen, Nasenbluten, Nasenschmerzen, Geschwüre in der Nase, Atemwegsinfektion |
| nicht bekannt | erhöhter Augeninnendruck, Grauer Star, verschwommenes Sehen, Schäden an der Nasenscheidewand, veränderter Geschmack und Geruch, Atemprobleme |
Nasenbluten ist die typischste Nebenwirkung. Es tritt bei etwa jedem zehnten Anwender auf. Meist handelt es sich um leichte Blutspuren im Taschentuch, die von selbst aufhören. Häufig liegt es an einer falschen Sprührichtung.
Kurzantwort: Die häufigsten Nebenwirkungen von Cortison-Nasensprays sind Nasenbluten, Kopfschmerzen und Reizungen der Nase. Sie sind meist leicht und vorübergehend.
Seltene, aber wichtige Risiken
Einige Nebenwirkungen sind selten, sollten aber bekannt sein. Werden Cortison-Nasensprays lange und hoch dosiert angewendet, kann ein Teil des Wirkstoffs in den Körper gelangen.
- Augen: Cortison kann einen bereits erhöhten Augeninnendruck verstärken. Bei verschwommenem Sehen gehört der Gang zur Augenärztin oder zum Augenarzt dazu. Bei normalem Augendruck ist das Risiko gering.
- Nasenscheidewand: Schäden oder ein Loch in der Scheidewand sind überaus selten. Untersuchungen über ein bis fünf Jahre zeigten keine Gewebeschäden.
- Kinder: Bei Kindern, die lange mit Mometason behandelt werden, sollte die Ärztin oder der Arzt das Wachstum kontrollieren.
- Allergische Reaktionen: Schwellungen im Gesicht, Schluckbeschwerden, Nesselausschlag oder pfeifendes Atmen erfordern sofort ärztliche Hilfe.
Richtige Anwendung: So vermeidet man Nebenwirkungen
Viele Beschwerden lassen sich durch eine gute Technik vermeiden.
- Vor dem Sprühen die Nase gründlich putzen.
- Die Flasche schütteln.
- Vor dem ersten Gebrauch mehrmals pumpen, bis ein feiner Nebel austritt.
- Den Kopf leicht nach vorn neigen.
- Die Düse nach außen richten, weg von der Nasenscheidewand. Ein Trick: für das rechte Nasenloch die linke Hand nehmen und umgekehrt.
- Beim Sprühen sanft durch die Nase einatmen und danach durch den Mund ausatmen.
- Die Düse nach Gebrauch mit einem sauberen Tuch abwischen.
Der Sprühstoß soll die seitlichen Nasenmuscheln treffen, nicht die Scheidewand in der Mitte. Dort ist die Schleimhaut dünn und blutet leicht. Wer richtig sprüht, senkt das Risiko für Nasenbluten deutlich.
Wie lange darf man Cortison-Nasenspray nehmen?
Die Wirkung setzt nach etwa 3 bis 36 Stunden ein. Der volle Nutzen zeigt sich oft erst nach einigen Tagen. Wer stark unter Heuschnupfen leidet, kann einige Tage vor Beginn der Pollensaison anfangen.
Für rezeptfreie Heuschnupfensprays gelten klare Grenzen. Sie sind nur für Erwachsene zugelassen. Die Erstdiagnose Heuschnupfen muss von einer Ärztin oder einem Arzt stammen. Tritt nach 14 Tagen keine Besserung ein, ist ärztlicher Rat nötig. Ohne Rücksprache sollte die Anwendung nicht länger als 3 Monate dauern.
Ein Ausschleichen ist nicht nötig. Weil kaum Wirkstoff ins Blut gelangt, kann man das Spray auch nach längerer Anwendung einfach absetzen. Das unterscheidet es von Cortison-Tabletten, bei denen ein abruptes Absetzen Entzugssymptome auslösen kann.
Kurzantwort: Rezeptfreie Cortison-Nasensprays sollten ohne ärztlichen Rat höchstens 3 Monate angewendet werden. Ein Ausschleichen ist nicht nötig.
Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Konservierungsstoffe
Einige Arzneimittel können die Wirkung von Mometason verstärken. Die Packungsbeilage nennt die HIV-Mittel Ritonavir und Cobicistat. Wer solche Mittel nimmt, sollte das Spray nur unter ärztlicher Kontrolle anwenden. Auch andere Cortison-Präparate zum Einnehmen oder als Spritze gehören in die Absprache mit der Praxis.
Zur Anwendung in der Schwangerschaft gibt es nur wenige Daten. Ob Mometason in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt. Schwangere und Stillende fragen deshalb vorher in der Praxis oder Apotheke nach.
Manche Sprays enthalten den Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid. Er kann die Nasenschleimhaut zusätzlich reizen. Wer zu Reizungen neigt, fragt in der Apotheke nach einem Präparat ohne diesen Zusatz.
Wann zum Arzt?
- keine Besserung nach 14 Tagen
- häufiges oder starkes Nasenbluten
- Sehstörungen oder verschwommenes Sehen
- anhaltende Schmerzen oder Krusten in der Nase
- Anzeichen einer allergischen Reaktion
- Infektion der Nase, des Rachens oder der Nasennebenhöhlen
Fazit
Cortison-Nasensprays sind wirksam und meist gut verträglich. Nasenbluten, Kopfschmerzen und Reizungen sind die häufigsten Nebenwirkungen. Eine gute Sprühtechnik beugt vielen Beschwerden vor. Bei Sehstörungen, starkem Nasenbluten oder fehlender Besserung nach zwei Wochen gehört die Behandlung in ärztliche Hände.
FAQ – Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen hat Cortison-Nasenspray?
Häufig sind Nasenbluten, Kopfschmerzen, Niesen und Reizungen der Nase.
Wie oft kommt Nasenbluten vor?
Etwa jeder zehnte Anwender hat leichtes Nasenbluten.
Gelangt Cortison aus dem Nasenspray ins Blut?
Nur in sehr kleinen Mengen. Mehr als 99 Prozent bleiben in der Nasenschleimhaut.
Kann Cortison-Nasenspray die Augen schädigen?
Selten. Ein erhöhter Augeninnendruck kann sich verstärken.
Muss man Cortison-Nasenspray ausschleichen?
Nein. Man kann es auch nach längerer Anwendung einfach absetzen.
Wie lange darf man es ohne Arzt anwenden?
Rezeptfreie Heuschnupfensprays höchstens 3 Monate ohne ärztlichen Rat.
Ab wann wirkt Cortison-Nasenspray?
Nach etwa 3 bis 36 Stunden. Die volle Wirkung zeigt sich nach einigen Tagen.
Macht Cortison-Nasenspray abhängig?
Nein. Anders als abschwellende Sprays führt es nicht zur Gewöhnung.
Dürfen Kinder Cortison-Nasenspray nehmen?
Nur nach ärztlicher Verordnung. Rezeptfreie Heuschnupfensprays sind erst ab 18 Jahren zugelassen.
Wie sprüht man richtig?
Nach außen, weg von der Nasenscheidewand, mit leicht nach vorn geneigtem Kopf.
Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
- Gelbe Liste: Gebrauchsinformation Mometasonfuroat Heuschnupfenspray
- Gelbe Liste: Mometason
- apotheken.de: Kortison-Nasenspray sicher anwenden
- aponet.de: Kortison-Nasenspray rezeptfrei

Johanna interessiert sich für das, was der Körper einem sagen will. Sie schreibt über Symptome, Ursachen und wann man handeln sollte.
