Floxal Augentropfen: Anwendung bei bakteriellen Augeninfektionen

Aktualisiert am 01.10.2026 · Lesezeit 6 Min.

Stand: Oktober 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Floxal Augentropfen enthalten das Antibiotikum Ofloxacin und wirken gegen Bakterien. Die Fachinformation nennt Infektionen des vorderen Augenabschnitts durch ofloxacin-empfindliche Erreger als Anwendungsgebiet. Dazu zählen bakterielle Entzündungen von Bindehaut, Hornhaut, Lidrand und Tränensack sowie Gerstenkorn und Hornhautgeschwüre. Gegen Viren oder Allergien helfen die Tropfen nicht.

Kurzantwort: Floxal Augentropfen enthalten pro Milliliter 3 mg Ofloxacin, pro Tropfen 0,10 mg. Das Präparat ist laut Fachinformation nicht länger als 14 Tage anzuwenden. Während einer Augeninfektion wird das Tragen von Kontaktlinsen nicht empfohlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wirkstoff ist Ofloxacin, ein Fluorchinolon-Antibiotikum mit bakterizider Wirkung.
  • Die Tropfen sind für bakterielle Infektionen des vorderen Augenabschnitts gedacht.
  • Die Anwendung ist laut Fachinformation auf höchstens 14 Tage begrenzt.
  • Nach dem Anbruch sind die Tropfen höchstens 6 Wochen haltbar.

Was Floxal Augentropfen enthalten

Ein Milliliter Lösung enthält 3 mg Ofloxacin. Ein Tropfen liefert 0,10 mg. Ofloxacin gehört zu den Fluorchinolonen und hemmt als Gyrasehemmer ein Enzym der Bakterien. Die Wirkung ist bakterizid, die Keime werden also abgetötet. Als Konservierungsmittel dient Benzalkoniumchlorid mit 0,025 mg pro Milliliter.

Nach der Anwendung am Auge gelangt eine geringe Menge des Wirkstoffs in den Körper. Die Fachinformation weist darauf hin, dass dadurch Nebenwirkungen auftreten können, die bei systemischer Gabe beschrieben sind. Schwerwiegende Reaktionen nach systemischer Anwendung bezeichnet sie als selten. Die meisten Symptome sind reversibel.

Anwendungsgebiete

Floxal Augentropfen sind zugelassen bei Infektionen des vorderen Augenabschnitts durch ofloxacin-empfindliche Erreger. Genannt sind bakterielle Entzündungen von Bindehaut, Hornhaut, Lidrand und Tränensack. Auch Gerstenkorn und Hornhautgeschwüre gehören dazu. Zum Aufbau der betroffenen Strukturen gibt es Beiträge zum Bindehautsack und zur Tränensackentzündung.

Die Ursache einer roten Augenentzündung ist nicht immer bakteriell. Gesundheitsinformation.de nennt Viren, Bakterien und Allergien als Auslöser. Antibiotika wirken nur bei Bakterien. Bei bakteriellen Infektionen heilte die Entzündung in Studien mit Antibiotikum bei etwa 61 von 100 Teilnehmenden innerhalb von 4 bis 9 Tagen ab. Ohne Antibiotikum waren es etwa 48 von 100. Eine unkomplizierte Bindehautentzündung klingt meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen von selbst ab. Die Diagnose der Ursache gehört deshalb in die ärztliche Praxis. Zu verwandten Beschwerden informiert der Beitrag Lidrandentzündung.

Praxis: Dauer, Abstand und Kontaktlinsen

Das Präparat soll nicht länger als 14 Tage angewendet werden. Wie oft pro Tag getropft wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest. Bei einer Verschlechterung der Infektion oder ohne Besserung in angemessener Zeit soll die Anwendung unterbrochen und eine andere Behandlung gewählt werden. Eine langzeitige Anwendung kann laut Fachinformation zum Wachstum nicht-empfindlicher Keime führen.

Werden weitere Augentropfen oder Augensalben verwendet, soll zwischen den Anwendungen ein Abstand von etwa 15 Minuten liegen. Die Augensalbe kommt stets zuletzt. Kontaktlinsen sollten während der Behandlung einer Augeninfektion nicht getragen werden. Benzalkoniumchlorid kann von weichen Linsen aufgenommen werden und sie verfärben. Linsen sind vor dem Eintropfen zu entfernen und frühestens 15 Minuten danach wieder einzusetzen.

Die Tropfen sind eine klare, hell gelbliche Lösung und keine Suspension. Die Tropfflasche gehört im Umkarton vor Licht geschützt aufbewahrt, nicht über 25 °C. Nach dem Anbruch darf sie höchstens 6 Wochen verwendet werden. Ungeöffnet sind die Tropfen 3 Jahre haltbar.

Gegenanzeigen und besondere Vorsicht

Nicht angewendet werden dürfen die Tropfen bei Überempfindlichkeit gegen Ofloxacin, einen sonstigen Bestandteil oder andere Chinolone. Vorsicht gilt bei bestehenden Epitheldefekten der Hornhaut oder bei Hornhautgeschwüren. Unter topischen Fluorchinolonen wurden dabei Hornhautperforationen berichtet. Benzalkoniumchlorid sollte bei trockenen Augen und geschädigter Hornhaut mit Vorsicht angewendet werden. Es kann das Auge reizen.

Kurzantwort: Bei einer allergischen Reaktion wird die Anwendung unterbrochen. Unter systemischen Fluorchinolonen wurden schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Sehnenentzündungen beschrieben. Beim ersten Anzeichen einer Sehnenentzündung soll die Behandlung mit Floxal beendet werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern unter einem Jahr ist nicht erwiesen. Bei der Ophthalmia neonatorum durch Gonokokken oder Chlamydien wird die Anwendung nicht empfohlen. Das Auge von Kindern reagiert stärker auf Reize, das kann die Mitarbeit erschweren. Während der Behandlung sollen ausgiebiges Sonnenbaden und UV-Licht vermieden werden, weil eine Lichtempfindlichkeit möglich ist.

Nebenwirkungen

Die Fachinformation führt am Auge unter anderem Hornhautentzündung, Bindehautentzündung, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Augenödeme, Fremdkörpergefühl, vermehrten Tränenfluss, trockene Augen, Augenschmerzen, Rötung und Juckreiz auf. Rötungen der Bindehaut und leichtes Brennen als Überempfindlichkeitsreaktion bestehen meist nur kurzzeitig. Außerhalb des Auges nennt sie Schwindel und Übelkeit.

Nach der Anwendung kann vorübergehendes Schleiersehen auftreten. Dann sollten Betroffene weder Fahrzeuge steuern noch gefährliche Maschinen bedienen, bis die Sicht klar ist. Hornhautablagerungen wurden unter ofloxacinhaltigen Augenmitteln berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang gilt als nicht nachgewiesen. Bei längerer Anwendung sollen Patienten überwacht werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Überdosierung

In der Schwangerschaft soll Ofloxacin nicht angewendet werden. Systemisch gegebene Chinolone verursachen bei jungen Tieren Gelenkschäden. Ausreichende Daten beim Menschen fehlen. Da Ofloxacin in die Muttermilch übergeht, wird das Stillen vorübergehend unterbrochen oder das Präparat nicht angewendet. Die Entscheidung trifft die Ärztin oder der Arzt.

Ein Fall von Überdosierung wurde bisher nicht berichtet. Bei zu viel Flüssigkeit am Auge spült man mit Wasser. Ein Präparat mit zusätzlichem Kortikoid beschreibt der Beitrag Dexamytrex.

Fazit

Floxal Augentropfen bekämpfen bakterielle Infektionen des vorderen Auges. Die Anwendung bleibt auf 14 Tage begrenzt. Kontaktlinsen, Sonne und Begleitmedikamente verdienen Beachtung. Bei Virusinfektionen und Allergien helfen die Tropfen nicht.

FAQ – Häufige Fragen

Welcher Wirkstoff steckt in Floxal Augentropfen?

Der Wirkstoff ist Ofloxacin. Ein Milliliter Lösung enthält 3 mg, ein Tropfen 0,10 mg. Ofloxacin ist ein Fluorchinolon-Antibiotikum und wirkt bakterizid.

Wofür sind Floxal Augentropfen zugelassen?

Für Infektionen des vorderen Augenabschnitts durch ofloxacin-empfindliche Erreger. Genannt sind bakterielle Entzündungen von Bindehaut, Hornhaut, Lidrand und Tränensack, Gerstenkorn und Hornhautgeschwüre.

Wie lange dürfen die Tropfen angewendet werden?

Das Präparat soll nicht länger als 14 Tage angewendet werden. Die tägliche Häufigkeit legt die behandelnde Ärztin oder der Arzt fest.

Dürfen Kontaktlinsen getragen werden?

Während einer Augeninfektion wird das Tragen von Kontaktlinsen nicht empfohlen. Weiche Linsen sollen zudem vor dem Eintropfen herausgenommen und frühestens 15 Minuten danach wieder eingesetzt werden.

Wie lange sind angebrochene Floxal Augentropfen haltbar?

Nach dem Anbruch höchstens 6 Wochen. Die Flasche gehört im Umkarton vor Licht geschützt und nicht über 25 °C gelagert.

Helfen die Tropfen auch bei Virusinfektionen oder Allergien?

Nein. Gesundheitsinformation.de erklärt, dass Antibiotika bei Viren nicht helfen. Bei Allergien kommen Augentropfen mit Antihistaminika infrage. Die Ursache klärt die Ärztin.

Sind Floxal Augentropfen für Kinder geeignet?

Für Kinder unter einem Jahr ist die Sicherheit nicht erwiesen. Nach den begrenzt verfügbaren Daten besteht laut Fachinformation kein Unterschied im Nebenwirkungsprofil zu Erwachsenen. Das Kinderauge reagiert jedoch stärker auf Reizungen.

Dürfen Schwangere und Stillende Floxal anwenden?

In der Schwangerschaft wird die Anwendung nicht empfohlen. Beim Stillen soll das Stillen vorübergehend unterbrochen oder das Präparat nicht angewendet werden. Die Ärztin entscheidet im Einzelfall.

Muss auf Sonne und Solarium geachtet werden?

Ja. Während der Behandlung sollen ausgiebiges Sonnenbaden und UV-Licht wie Sonnenlampe oder Solarium vermieden werden, weil eine Lichtempfindlichkeit möglich ist.

Wann sollte die Anwendung unterbrochen werden?

Bei allergischen Reaktionen, bei Verschlechterung der Infektion, ohne Besserung in angemessener Zeit und beim ersten Zeichen einer Sehnenentzündung. Danach folgt die ärztliche Abklärung.

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Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden oder Fragen zu Medikamenten klären Ärztin, Arzt oder Apotheke die Ursache und das weitere Vorgehen.

Quellen

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