Basaliom auf der Nase: Aussehen, Behandlung und Vorsorge

Aktualisiert am 01.10.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Ein Basaliom auf der Nase ist ein Basalzellkarzinom, die häufigste Form von weißem Hautkrebs. Es wächst langsam und bildet fast nie Tochtergeschwülste. Meist lässt es sich gut operieren. Jede verdächtige Stelle gehört trotzdem zum Hautarzt.

Kurzantwort: Ein Basaliom auf der Nase zeigt sich oft als festes, glasig glänzendes Knötchen oder als rötliche, fein schuppende Stelle. Die Diagnose stellt der Hautarzt, meist mit Dermatoskop und Gewebeprobe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Basaliom ist der häufigste Krebs in Deutschland mit rund 171.000 Neuerkrankungen pro Jahr.
  • Etwa 80 Prozent der Basaliome entstehen im Gesichtsbereich.
  • Tochtergeschwülste kommen extrem selten vor (0,03 Prozent der Fälle).
  • Die Operation mit mikroskopischer Randkontrolle hat die niedrigste Rückfallquote.

Basaliom auf der Nase: So sieht es aus

Das Basaliom tritt in mehreren Formen auf. Die knotige Form erscheint als festes, langsam wachsendes Knötchen. Die Farbe reicht von gelblich-rot bis bräunlich-grau, die Oberfläche wirkt glasig. Die oberflächliche Form zeigt eine rötliche, fein schuppende Stelle mit scharfem Rand.

Manche Stellen bluten bei leichter Berührung. Andere heilen trotz Pflege nicht ab. Solche Veränderungen an der Nase brauchen einen Termin in der Hautarztpraxis.

Warum die Nase so oft betroffen ist

Die Nase ragt aus dem Gesicht heraus und bekommt viel Sonne ab. Der wichtigste Risikofaktor ist jahrelange UV-Strahlung. Rund 80 Prozent der Basaliome entstehen im Gesicht, vor allem an Stirn, Wangen, Nase und Oberlippe. Nur etwa 5 Prozent wachsen am Rumpf oder an den Gliedmaßen.

Helle Haut vom Hauttyp I und II erhöht das Risiko. Weitere Faktoren sind erbliche Erkrankungen und der Kontakt mit Arsen. Hautkrebs kann auch an versteckten Stellen wachsen, etwa am Nagel oder auf der Zunge.

Wann ein Hautarzt die Stelle ansehen sollte

Verdächtig sind Stellen, die über mehrere Wochen bestehen, wachsen, bluten oder verkrusten. Ein gewöhnlicher Pickel verschwindet in der Regel nach kurzer Zeit. Auch Entzündungen im Naseninneren haben meist andere Ursachen, wie der Beitrag zur Entzündung der Nase innen zeigt.

Kurzantwort: Jede Stelle an der Nase, die über Wochen bleibt, wächst oder blutet, sollte ein Hautarzt ansehen. Der Termin klärt die Ursache und verhindert, dass ein Basaliom unbemerkt weiterwächst.

So läuft die Diagnose ab

Der Besuch in der Hautarztpraxis folgt meist einem festen Ablauf.

  • Die Ärztin fragt nach Dauer und Veränderung der Stelle sowie nach Sonnenexposition.
  • Sie betrachtet die Stelle mit dem Dermatoskop, einer beleuchteten Lupe.
  • Bei Verdacht entnimmt sie eine kleine Gewebeprobe.
  • Ein Labor untersucht die Probe unter dem Mikroskop und nennt die genaue Form des Basalioms.

Das Basaliom geht von den Basalzellen aus, die in der untersten Schicht der Oberhaut sitzen. Die Gewebeprobe zeigt, wie tief die Zellen vorgedrungen sind. Davon hängt die Wahl der Behandlung ab. Bei kleinen Stellen genügt oft ein Eingriff in der Praxis unter örtlicher Betäubung. Größere Befunde brauchen manchmal eine Klinik.

Behandlung eines Basalioms im Gesicht

Die Wahl des Verfahrens hängt von Größe, Form und Lage ab. An der Nase achten Ärztinnen und Ärzte besonders auf ein gutes kosmetisches Ergebnis. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Möglichkeiten.

Verfahren Einordnung
Operation mit mikroskopischer Randkontrolle Niedrigste Rückfallquote
Strahlentherapie Alternative zur Operation
Kältebehandlung (Kryotherapie) Alternative zur Operation
Creme mit Imiquimod oder Chemotherapie zum Auftragen Ärztlich verordnete Behandlung auf der Haut
Vismodegib und Cemiplimab Medikamente für fortgeschrittene Fälle

Was nach der Behandlung folgt

Nach der Entfernung folgen Kontrolltermine. Wer einmal ein Basaliom hatte, sollte die Haut dauerhaft regelmäßig untersuchen lassen. An anderer Stelle kann ein neues Basaliom entstehen. Hilfreich ist ein regelmäßiger Blick in den Spiegel. Neue Knötchen oder schuppende Stellen gehören dann schnell in ärztliche Hände.

Vorbeugen und Früherkennung

Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf das Hautkrebs-Screening. Die Ärztin oder der Arzt untersucht dabei die gesamte Haut. Das Screening sucht nach schwarzem Hautkrebs und nach weißem Hautkrebs wie dem Basaliom. Die Krankenkasse trägt die Kosten.

Im Alltag hilft konsequenter Sonnenschutz. Dazu gehören Schatten in der Mittagszeit, eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Kosmetische Themen wie große Poren auf der Nase ersetzen keine Hautkontrolle.

Fazit

Ein Basaliom auf der Nase wirkt harmlos und wächst langsam. Gerade das verleitet zum Abwarten. Die Prognose ist bei rechtzeitiger Behandlung sehr gut. Wer eine Stelle bemerkt, die nicht abheilt, vereinbart am besten zeitnah einen Hautarzttermin.

FAQ – Häufige Fragen

Ist ein Basaliom auf der Nase gefährlich?

Tochtergeschwülste treten mit 0,03 Prozent extrem selten auf. Das Basaliom wächst aber in die Umgebung und zerstört dort Gewebe. Deshalb sollte es entfernt werden.

Wie häufig ist ein Basaliom?

In Deutschland erkranken jährlich rund 171.000 Menschen neu. Das Basaliom macht etwa 75 Prozent der bösartigen Hauttumoren aus.

Woran erkenne ich ein Basaliom im Gesicht?

Typisch sind ein festes Knötchen mit glasiger Oberfläche oder eine rötliche, fein schuppende Stelle. Sicherheit gibt nur die Untersuchung beim Hautarzt.

Kann ein Basaliom von selbst verschwinden?

In der Regel wächst es weiter. Abwarten verschiebt nur die Behandlung und macht den Eingriff oft größer.

Zu welchem Arzt gehört ein Basaliom?

Die erste Anlaufstelle ist die Hautarztpraxis. Bei Bedarf übernimmt eine Praxis oder Klinik für plastische Chirurgie den Eingriff.

Wie wird ein Basaliom entfernt?

Meist operiert der Arzt die Stelle mit einem Sicherheitsabstand heraus. Die mikroskopische Randkontrolle prüft, ob alle Tumorzellen entfernt sind.

Bleibt nach der Operation eine Narbe?

Meist bleibt eine Narbe. Bei Stellen an der Nase planen Operierende den Schnitt so, dass er möglichst unauffällig verläuft.

Kann ein Basaliom wiederkommen?

Rückfälle sind möglich. Die Operation mit mikroskopischer Randkontrolle zeigt dabei die niedrigste Rückfallquote.

Zahlt die Kasse das Hautkrebs-Screening?

Ja. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf die Untersuchung.

Wie lässt sich einem Basaliom vorbeugen?

Der wichtigste Schutz ist weniger UV-Strahlung. Schatten, Kleidung, Hut und Sonnencreme senken das Risiko langfristig.

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Hinweis: Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Veränderungen der Haut klärt eine Hautarztpraxis die Ursache.

Quellen

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