Entzündung in der Nase innen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Veröffentlicht am 26.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Eine Entzündung innen in der Nase äußert sich meist durch eine verstopfte oder laufende Nase, Niesreiz und ein brennendes Gefühl der Schleimhaut. Mediziner sprechen von Rhinitis. Auslöser sind am häufigsten Virusinfekte, gefolgt von Allergien, trockener Raumluft und Reizstoffen wie Rauch oder Staub. In den meisten Fällen helfen Nasenspülungen, ausreichend Feuchtigkeit und, je nach Ursache, gezielte Nasensprays.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rhinitis bezeichnet die Entzündung der Nasenschleimhaut von innen, meist durch Viren, Allergien oder Reizstoffe.
  • Typische Zeichen sind Schwellung, Sekretbildung, Juckreiz und ein Druckgefühl im Gesicht.
  • Nasenspülungen mit Salzlösung gehören zu den wirksamsten und nebenwirkungsärmsten Maßnahmen.
  • Kortisonhaltige Nasensprays senken die Schwellung, sollten aber nach ärztlicher Anleitung dosiert werden.

Was steckt hinter einer Entzündung in der Nase?

Die Nasenschleimhaut reagiert empfindlich auf Krankheitserreger, Allergene und mechanische Reize. Bei einer Entzündung weiten sich die Blutgefäße, das Gewebe schwillt an und es bildet sich vermehrt Schleim. Dieser Vorgang dient eigentlich dem Schutz vor eindringenden Keimen, führt aber zu den bekannten Beschwerden wie verstopfter Nase, Naselaufen und vermindertem Geruchssinn.

Ursachen: von Erkältung bis Reizstoff

Die häufigste Ursache ist ein viraler Infekt der oberen Atemwege, umgangssprachlich Schnupfen genannt. Daneben lösen saisonale oder ganzjährige Allergien, etwa gegen Pollen oder Hausstaubmilben, eine allergische Rhinitis aus. Auch nicht-allergische Formen kommen vor, ausgelöst durch trockene Heizungsluft, Zigarettenrauch, chemische Dämpfe oder den Dauergebrauch abschwellender Nasensprays. Seltener stecken hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft, oder anatomische Besonderheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand dahinter.

Ursache Typisches Merkmal
Virusinfekt wässriges Sekret, oft mit Halsschmerzen
Allergie Juckreiz, Niesattacken, klares Sekret
Trockene Raumluft Brennen, Krustenbildung, gelegentlich Nasenbluten
Medikamenten-Rhinitis Beschwerden nach langer Anwendung abschwellender Sprays

Kurzantwort: Am häufigsten steckt ein Virusinfekt hinter der Entzündung, gefolgt von Allergien und Reizstoffen wie trockener Luft oder Rauch.

Symptome richtig einordnen

Neben der verstopften oder laufenden Nase berichten Betroffene häufig über Niesreiz, ein Druckgefühl im Gesicht, einen verminderten Geruchssinn und nächtliches Naselaufen, das den Schlaf stört. Hält die Rötung und Schwellung über Wochen an oder tritt eitriges, gelbgrünes Sekret auf, kann zusätzlich eine bakterielle Entzündung der Nasennebenhöhlen vorliegen.

Wann die Entzündung chronisch wird

Von einer chronischen Rhinitis sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn die Beschwerden länger als zwölf Wochen anhalten. Häufige Auslöser sind unbehandelte Allergien, eine dauerhafte Reizung durch Schadstoffe am Arbeitsplatz oder der langfristige Gebrauch abschwellender Nasensprays über mehr als sieben Tage. Dieser Dauergebrauch kann die Schleimhaut abhängig machen und die Schwellung sogar verstärken, ein Effekt, den Fachleute als Privinismus bezeichnen.

Behandlung je nach Ursache

Bei einem einfachen Virusinfekt lindern Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung die Beschwerden und befreien die Schleimhaut von Sekret und Reizstoffen. Ausreichend Flüssigkeit, ein feuchtes Raumklima und Ruhe unterstützen die Heilung zusätzlich. Bei allergischer Rhinitis kommen häufig Antihistaminika oder kortisonhaltige Nasensprays zum Einsatz, deren genaue Dosierung und Anwendungsdauer die Ärztin oder der Apotheker festlegt. Bei einer bakteriellen Superinfektion kann ein Antibiotikum notwendig werden, über dessen Einsatz ausschließlich eine Fachperson entscheidet.

Kurzantwort: Nasenspülungen mit Salzlösung helfen bei fast jeder Ursache, während kortisonhaltige Sprays oder Antibiotika gezielt nach ärztlicher Abklärung eingesetzt werden.

Hausmittel und Selbsthilfe

Inhalationen mit warmem Wasserdampf, ausreichend Trinken und ein gut belüfteter, nicht zu trockener Schlafraum lindern viele Beschwerden spürbar. Nasensprays auf Basis von Meerwasser befeuchten die Schleimhaut, ohne das Gewebe wie abschwellende Präparate zu reizen. Wer häufig unter trockener Nasenschleimhaut leidet, profitiert von einem Luftbefeuchter in den Wintermonaten.

Wann zum Arzt

Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Beschwerden länger als zehn Tage anhalten, hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder eitriges Sekret hinzukommen oder sich die Entzündung immer wieder wiederholt. Auch bei Verdacht auf eine Allergie hilft eine gezielte Diagnostik, um die Auslöser zu identifizieren und passend zu behandeln.

Vorbeugen im Alltag

Regelmäßiges Lüften, ein Luftbefeuchter in beheizten Räumen und der Verzicht auf Rauchen schonen die empfindliche Nasenschleimhaut dauerhaft. Wer häufig mit vielen Menschen in Kontakt kommt, senkt das Ansteckungsrisiko durch regelmäßiges Händewaschen und ausreichend Abstand bei erkälteten Personen. Bei bekannten Allergien hilft eine frühzeitige, vorbeugende Behandlung vor Beginn der Pollensaison, die Beschwerden von vornherein abzuschwächen.

Fazit

Eine Entzündung innen in der Nase ist meist harmlos und heilt mit einfachen Maßnahmen wie Nasenspülung, Feuchtigkeit und Ruhe von selbst ab. Halten die Beschwerden länger an oder verändert sich das Sekret, lohnt sich eine ärztliche Abklärung, um Allergien, bakterielle Infektionen oder eine Medikamenten-Rhinitis rechtzeitig zu erkennen.

FAQ – Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Entzündung der Nasenschleimhaut?

Ein einfacher Virusinfekt klingt meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen ab. Allergische oder chronische Formen können deutlich länger bestehen.

Was hilft schnell gegen eine verstopfte Nase?

Nasenspülungen mit Salzlösung, Dampfinhalationen und ausreichend Flüssigkeit lindern die Schwellung meist innerhalb kurzer Zeit.

Wie oft dürfen abschwellende Nasensprays verwendet werden?

Fachleute raten, abschwellende Sprays nicht länger als sieben Tage am Stück zu nutzen, um eine Gewöhnung der Schleimhaut zu vermeiden.

Kann trockene Heizungsluft die Nase entzünden?

Ja, trockene Luft reizt die Schleimhaut, begünstigt Risse und kann eine chronische Reizung mit Krustenbildung auslösen.

Wie unterscheidet sich Allergie von Erkältung in der Nase?

Bei Allergien treten meist Juckreiz und klares Sekret ohne Fieber auf, während eine Erkältung häufig mit Halsschmerzen und dickerem Sekret einhergeht.

Ist eine Nasenschleimhautentzündung ansteckend?

Steckt ein Virusinfekt dahinter, ist die Entzündung über Tröpfchen ansteckend. Allergische oder reizbedingte Formen sind es nicht.

Welche Rolle spielt Kortison im Nasenspray?

Kortisonhaltige Sprays reduzieren die Schwellung der Schleimhaut gezielt und werden vor allem bei Allergien und chronischer Rhinitis eingesetzt.

Wann wird aus einer Rhinitis eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Breitet sich die Entzündung auf die Nebenhöhlen aus, kommen Druckschmerz im Gesicht und gelbgrünes Sekret hinzu, was auf eine Sinusitis hindeutet.

Hilft eine Nasenspülung wirklich?

Ja, Studien und ärztliche Leitlinien bestätigen, dass regelmäßige Spülungen mit isotonischer Kochsalzlösung die Beschwerden spürbar lindern.

Wann ist eine Entzündung der Nase chronisch?

Halten die Beschwerden länger als zwölf Wochen an, sprechen Fachleute von einer chronischen Rhinitis, die eine gezielte Ursachensuche erfordert.

Mehr zum Thema

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden, wiederkehrenden oder starken Beschwerden sollte eine Ärztin oder ein Arzt die genaue Ursache abklären.

Quellen

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